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Über uns

Gesellschaft

Die Petri & Eichen, Diakonische Kinder- und Jugendhilfe Bremen gGmbh fusionierte 2020 aus den Gesellschaften Diakonische Jugendhilfe Bremen gGmbH, Alten Eichen – Perspektiven für Kinder und Jugendliche gGmbH, St. Petri Kinder- und Jugendhilfe gGmbH und Diakonische Kindertageseinrichtungen in Bremen gGmbH.

Über 500 Mitarbeiter*innen sind für Petri & Eichen tätig. Die Gesellschaft hat ihren Hauptsitz in Bremen-Gröpelingen (Schiffbauerweg 2, 28237 Bremen) und ist Mitglied im Diakonischen Werk Bremen e.V..

Gesellschafter der Petri & Eichen, Diakonische Kinder- und Jugendhilfe Bremen gemeinnützige GmbH sind die Stiftungen St. Petri Waisenhaus von 1692 in Bremen und Alten Eichen von 1596. Beide Stiftungen blicken auf ein jahrhunderte währendes Engagement in der bremischen Bürgergesellschaft zurück und sind bis heute ein unverzichtbarer Bestandteil der Kinder- und Jugendhilfe in Bremen.

Der Zweck der gemeinnützigen GmbH umfasst stationäre und teilstationäre Betreuung von Kindern und Jugendlichen, die ambulante Betreuung, die Kindertagesbetreuung und die Offene Jugendarbeit, sowie weitere Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe und die Errichtung, Unterhaltung und den Betrieb eines Fortbildungsinstitutes.

Die Gesellschaft führt ihre Einrichtung auf kirchlich-diakonischer Grundlage und ist auf die Bekenntnisgrundlage der Bremischen Evangelischen Kirche verpflichtet.

Organigramm

Organigramm als pdf

Mit der Fusion 2020 ging eine Veränderung von den vier Gesellschaften hin zu Geschäftsbereichen einher. Die pädagogischen Geschäftsbereiche werden unterteilt in stationäre/teilstationäre Angebote, ambulante Angebote, Jugendförderung und Kindertagesbetreuung sowie in die unterstützenden Säulen, die Stabsstelle Qualität und Entwicklung und den Servicebereich. Dieser letzte umfasst die Finanz- und Personalverwaltung, Controlling, Immobilienmanagement, EDV und Sekretariate sowie Küche, Haustechnik, Reinigung und Hauswirtschaft. Das entsprechende Organigramm finden Sie im Anhang.

Die Angebote befinden sich in der ganzen Stadtgemeinde und auch im bremischen Umland. In Bremen Osterholz und in Bremen Horn liegen die Stammgelände der beiden Stiftungen und in deren Umfeld viele der aktuellen Angebote.

Der stationäre Bereich ist der größte Bereich und umfasst im Jahr 2020 26 verschiedene Gruppen. Sechs von diesen Gruppen werden in Kooperation mit anderen Trägern betrieben. Dies sind die Erziehungsstellen, die Mobile Betreuung, Villa Anker, Port Nord, Green Village und die Therapeutische Wohngruppe Habakuk. Bei allen Gruppen gibt es Besonderheiten sowie Spezialisierungen auf z.B. Schulmeider, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Mädchengruppen oder heilpädagogische Gruppen für Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf.

Im Kreativ- und Therapiezentrum Orange House nehmen viele der Kinder und Jugendlichen aus den Wohngruppen des Standortes Sudwalder Straße in Bremen Osterholz therapeutische oder fördernde Einzel- oder Gruppenangebote wahr. Auch für Kinder, Jugendliche und Familien aus dem Stadtteil gibt es hier offene Angebote.

Der teilstationäre Bereich umfasst aktuell sieben Tagesgruppen und zwei IHTE Angebote (Intensive Heilpädagogische Tageserziehung) an den Schulen Andernacher Straße und Pfälzer Weg.

Der ambulante Bereich besteht aus den ambulanten Teams in Hemelingen, Blockdiek, Osterholz, Tenever, Horn/Horn-Lehe, Huchting und Vahr/Findorff sowie aus den DAS Familiennetz Teams in Gröpelingen, Lüssum und Vegesack, die in Kooperation mit dem DRK und dem Kriz e.V. betrieben werden. Darüber hinaus gibt es die Frühberatungsstelle Ost in Schwachhausen, die Beratung und Unterstützung für Schwangere und Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern von 0-3 Jahren anbietet, sowie ein kleines Schulbegleitungsteam, das als Projekt mit Dual Studierenden besetzt ist.

Der Bereich der Jugendförderung umfasst als Kernelemente die drei großen Jugendhäuser in Tenever, Hemelingen und Horn-Lehe. Darüber hinaus gibt es ca. 16 andere Gruppen und Stadtteilprojekte von Fahrradpark bis zur Boxzeile, von der Umweltlernwerkstatt bis zu den Rap-Projekten und Lücke Gruppen.

Geleitet werden diese Bereiche der Hilfen zur Erziehung durch mehrere Geschäftsbereichsleitungen, die je nach Größe des Bereichs für unterschiedlich viele Gruppen oder Teams zuständig sind.

Stiftungen

Die Stiftung St. Petri Waisenhaus von 1692 in Bremen gehört zur St. Petri Domgemeinde. Die Stiftung Alten Eichen von 1596 in Bremen wird getragen von den evangelischen Kirchengemeinden St. Ansgarii und St. Remberti.

Bis 2011 waren die beiden Stiftung noch operativ tätig. Seitdem wurden die Tätigkeiten in den Feldern der Jugendhilfe in gGmbHs ausgliedert. Die Stiftungen sind seitdem in der Vermögens- und Immobilienverwaltung, sowie im Bereich des Fundraisings aktiv.

Weitere Informationen zur Stiftung St. Petri Waisenhaus von 1692 in Bremen finden Sie unter www.stiftung-stpetribremen.de.

Weitere Informationen zur Stiftung Alten Eichen von 1596 finden Sie unter www.stiftung-alten-eichen.de.

Kuratorium

Das Kuratorium der Petri & Eichen, Diakonische Kinder- und Jugendhilfe Bremen gGmbH ist je zur Hälfte aus dem Vorstand der Stiftung St. Petri Waisenhaus von 1692 in Bremen und dem Kuratorium der Stiftung Alten Eichen von 1596 besetzt.

Vertreter*innen des Kuratoriums von Petri & Eichen, Diakonische Kinder- und Jugendhilfe Bremen gemeinnützige GmbH:

von der Stiftung St. Petri Waisenhaus von 1692 in Bremen

  • Hermann Bosse (Vorsitzender)
  • Dr. Bernhard Martini
  • George Muhle
  • Tobias Stuber

von der Stiftung Alten Eichen von 1596

  • Peer-Wulf Herrmann (stellvertretende Vorsitzende)
  • Maren Schulz
  • Dr. Malte Köster
  • Michael Schröder

Historie

Alten Eichen –  wurde 1596 in Bremen als Waisenhaus gegründet. Die Stiftung entstand durch die Schenkung des Tarquinius Molignanus, eines vermögenden neapolitanischen Adligen, und die 1599 erfolgte Bereitstellung eines Gebäudes, des Reformierten Waisenhauses am Brill. Dieses war als „Rotes Waisenhaus“ bekannt.

Lit. Tipp: Angelika Timm, 400 Jahre – Vom Roten Waisenhaus zur Stiftung Alten Eichen 1596 – 1996. Die Geschichte eines Bremer Kinderheimes. Erschienen im Hauschild Verlag, Bremen, 1996

St. Petri - Die Geschichte des St. Petri Waisenhaus begann am 10. November 1692. Die Gründung erfolgte mit dem Ziel, die Kinder aus reformierten bedürftigen Familien aufzunehmen (vorher gab es nur Waisenhäuser für die lutherischen Kinder). Zur Eröffnung des Waisenhauses war die Zustimmung des schwedischen Königs erforderlich, denn seit dem Westfälischen Frieden wurde das Bistum Bremen durch den König von Schweden regiert. Auch die Farbe der Anstaltskleidung wurde vom schwedischen König bestimmt: blau-gelb. 1700 lebten 68 Kinder im Waisenhaus, 1720 waren es 118. 1785 wurde ein neues Waisenhaus neben dem St. Petri Dom errichtet.

Lit. Tipp: Karl Heinz Wriedt, Bald Freud, bald Leid. Die Geschichte der Stiftung St. Petri Waisenhaus von 1692 (230 Seiten, 27 historische Abbildungen) Dieses Buch können Sie zum Preis von 9 € bei uns erwerben.

Die Diakonischen Kindertageseinrichtungen in Bremen gGmbH  firmierte bis 2012 unter Petri Minis gGmbH wurde 2007 gegründet und bis 2020 betrieben.

Die Diakonische Jugendhilfe Bremen gGmbH wurde 2011 gegründet und in diese wurden einige operative Bereiche der gGmbHs von St. Petri und Alten Eichen überführt sowie die Verwaltung für alle vier Gesellschaften gebündelt.

Seit dem 1. September 2020 firmierten die vier Gesellschaften Diakonische Jugendhilfe Bremen, St. Petri Kinder- und Jugendhilfe, Alten Eichen und die Diakonischen Kindertageseinrichtungen in Bremen rückwirkend zum 01.01.2020 unter dem neuen Namen Petri & Eichen, Diakonische Kinder- und Jugendhilfe Bremen gGmbH. Mit dieser gemeinsamen Gesellschaft wollen die Stiftungen St. Petri Waisenhaus von 1692 und Alten Eichen von 1596 die Erfahrungen von insgesamt 752 Jahren aller vier Gesellschaften und Netzwerke und Qualitäten vereinen.

Die Träger der diakonischen Jugendhilfe in Bremen und das Diakonische Werk Bremen e.V. haben sich mit Unterstützung der Bremischen Evangelischen Kirche der Aufarbeitung ihrer Arbeit während der Zeit der NS-Herrschaft angenommen. Im Rahmen dieser Aufarbeitung hat das Diakonische Werk Bremen e.V. die Bremer Kulturwissenschaftlerinnen Gerda Engelbracht und Dr. Andrea Hauser beauftragt, in Bremischen und auswärtigen Archiven und Sammlungen zu recherchieren, um herauszufinden, wie die Situation von Bremer Kindern und Jugendlichen war, die während der NS-Zeit in evangelischen Kinderheimen und Fürsorgeanstalten untergebracht waren.
2017 wurde eine Studie von Frau Engelbracht zur Geschichte des St. Petri Waisenhaus von 1692 von 1933-1945 vorgelegt.